Die sächsischen Koalitionsparteien von CDU, Grünen und SPD wollen am Donnerstag im Landtag einen Antrag zur künftigen Wasserversorgung einbringen. „Die Folgen des Klimawandels und die Zunahme von Dürreperioden führen auch in Sachsen zu enormen Herausforderungen, um die Wasserversorgung für Bevölkerung, Landwirtschaft und Industrie zukunftssicher aufzustellen“, sagte Grünen-Politiker Volkmar Zschocke der Deutschen Presse-Agentur in Dresden: „Wir sind heute in der Pflicht, auch für unsere Kinder und Enkel vorzusorgen.“ Das beginne bei Erhalt, Pflege und Investitionen in den Talsperrenverbund und reiche über die Sicherstellung der ortsnahen Versorgung bis zu einem klugen Management des Wasserhaushalts in den Braunkohleregionen.

Der SPD-Abgeordnete Volkmar Winkler erinnerte daran, dass Wasser ein elementares Lebensmittel ist. „Wasser wird auch in Sachsen zunehmend knapper, daher ist es wichtig, sich über die Zukunft der Wasserversorgung Gedanken zu machen und eine Versorgung der sächsischen Bevölkerung sicherzustellen“, sagte er. Das wolle man mit dem Antrag im Parlament auf den Weg bringen. „Der Rückgang der Grundwasserneubildung, ausbleibende Niederschläge und höhere Verdunstung werfen die Frage nach der Notwendigkeit zusätzlicher Wasserressourcen auf“, heißt es in dem Antrag.

Folgen des Klimawandels führen zur Einschränkung der Wasserversorgung

Darin wird die Regierung zunächst ersucht, den Landtag über die aktuelle Situation und die Diskussion mit Versorgungsunternehmen, Kommunen und Wasserbehörden zu informieren. Zudem will man Klarheit über notwendige Investitionen in die Versorgung. Gleiches gilt mit Blick auf zusätzliche Wasserressourcen, die im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels benötigt werden, und die Frage, wie man Not- und Krisensituationen bewältigen will. Auch über Maßnahmen zur Verringerung des Wasserverbrauchs in Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten wollen die Koalitionäre informiert sein.

Im Koalitionsvertrag hatten CDU, Grüne und SPD vereinbart, die aktuelle Wasserversorgungskonzeption fortzuschreiben. Dabei soll auch geprüft werden, ob die Versorgungssicherheit den Bau neuer Speicher und Leitungssysteme erfordert. „Die Folgen des Klimawandels führen zur Einschränkung der ortsnahen Versorgung. Die Bedeutung der Fernwasserversorgung wächst. Erhalt, Pflege und Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Talsperrenverbundsystems sind unausweichlich und müssen frühzeitig konzipiert, geplant und in die mehrjährigen Investitionsplanungen eingeordnet werden“, hieß es zur Begründung.