„Die CDU ist unser Feind“: WDR-Moderator ruft zu Hetze auf

Jean-Philippe Kindler erklärt in einem Video die CDU zum „Feind“. Seine Forderung: „Eine Radikalisierung gegen diese Scheiß-Partei“. CDU-Generalsekretär Czaja droht nun mit Konsequenzen.

Moderator und Satiriker Jean-Philippe Kindler.
Moderator und Satiriker Jean-Philippe Kindler.CC BY-SA 4.0/Harald Krichel

Der deutsche Moderator und Satiriker Jean-Philippe Kindler hat am Donnerstag ein Video veröffentlicht, das derzeit im Netz für Aufsehen sorgt. Zu Beginn sagt der WDR-Moderator: „Die CDU ist unser Feind“. Auch im Titel des 90 Sekunden langen Videos prangt dieser Satz. Wer mit „unser“ gemeint ist, geht aus dem Video nicht hervor, denn Kindler geht direkt zum nächsten Angriff über und ruft zur „Radikalisierung“ im Kampf gegen die CDU auf. Dass er dabei die Regeln des demokratischen Austausches missachte, interessiere ihn nach eigener Aussage nicht. 

Kindlers Hass-Rede gegen die Partei ist dabei nicht satirisch oder ironisch gemeint: „Ja das ist Hetze, dazu will ich aufrufen. Das meine ich ganz ehrlich, ohne Ironie.“ Seine Wut gründet sich auf dem Umgang mit den Ereignissen der vergangenen Silvesternacht. Die CDU habe nach den vergangenen Gewalttaten eine erneute Migrationsdebatte losgetreten und die Taten pauschal Personen mit Migrationshintergrund zugeschrieben. Vertreter der Partei fragten etwa nach den Vornamen der Tatverdächtigen mit deutscher Staatsbürgerschaft

Konsequenzen für Kindler nach Hass-Video? Die gibt es laut WDR nicht

Der WDR hat sich auf Nachfrage der Bild-Zeitung vom Inhalt des Videos und Kindlers Aussagen nicht distanziert: „Jean-Philippe Kindler ist freier Mitarbeiter und tritt im Programm als Satiriker und Kolumnist auf. Das betreffende Video hat er als Privatperson veröffentlicht, es handelt sich um eine persönliche Meinungsäußerung.“

Mario Czaja, Generalsekretär der CDU, äußerte sich nun auf Twitter, denn für ihn sei eine Grenze überschritten worden. Er werden sich an den Intendanten des WDR wenden und Konsequenzen einfordern. 

Eine halbe Million Menschen haben das Video auf Twitter bereits angesehen. Die Kritik der Nutzer an Jean-Philippe Kindlers Aussagen ist groß, Zuspruch ist in den Kommentaren kaum zu finden.


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