Holungen - Ein ungeimpfter Pfarrer hat im Landkreis Eichsfeld in der Gemeinde Holungen seine eigene Kirche nicht betreten dürfen. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, verwehrten Kontrolleure der 3G-Regel dem Kleriker Andreas Mittmann den Zutritt zu dem Gotteshaus am vorvergangenen Freitag. Der katholische Geistliche habe eine Freitagsmesse halten wollen, heißt es.  

Weil der Pfarrer ungeimpft ist, hätte er jedoch ein gültiges Testergebnis vorlegen müssen. Denn viele Bistümer bieten Gottesdienste derzeit nur zu 3G-Bedingungen an. Demnach müssen Messgänger einen Nachweis über ihre vollständige Impfung, Genesung oder aktuelle Negativ-Testung vorlegen. In manchen Diözesen gilt sogar 2G. Das bedeutet, dass Ungeimpfte eine Kirche grundsätzlich nicht betreten dürfen. 

Kein gültiger Corona-Test – Gottesdienst fällt aus

Als der Pfarrer der „St. Johannes, der Täufer“-Gemeinde in Holungen pünktlich vor Dienstbeginn an der Kirchentür stand, prüften Kontrolleure seine dem Bericht zufolge von einer Ärztin ausstellte Testbescheinigung. Dabei soll sich herausgestellt haben, dass diese nicht gültig war. Der Pfarrer konnte daher seiner Arbeit nicht nachgehen, die Messe fiel aus, schreibt die Thüringer Allgemeine. Erst zwei Tage später soll wieder ein Gottesdienst unter der Leitung von Mittmann stattgefunden haben. 

Dieter Redemann, der Bürgermeister der Gemeinde, sowie zahlreiche Eichsfelder sollen empört auf den Vorfall reagiert haben. Redemann betonte gegenüber der Zeitung, dass „die Entscheidung einer Ärztin nicht anzweifelbar“ sei. Mittmann selbst soll sich in der Angelegenheit bislang nicht geäußert haben. In dem Bericht heißt es lediglich, dass der Pfarrer nun eine andere Teststelle bevorzuge. 

Auch Berliner und Brandenburger Gemeinden setzen auf 2G oder 3G: In Kirchen und Innenräumen werden nach Angaben des Erzbistums Berlin in der Advents- und Weihnachtszeit Gottesdienste grundsätzlich nur mit Geimpften und Genesenen gefeiert.