BerlinHunderte Menschen aus Deutschland sind auf der Fahrt nach Schweden an der dänisch-schwedischen Grenze abgewiesen und wieder nach Hause geschickt worden. Seit der Einführung eines Einreiseverbots aus Dänemark am 22. Dezember wegen Sorgen vor einer in Großbritannien aufgetretenen Coronavirus-Variante sei fast 450 deutschen Staatsbürgern die Einreise nach Schweden verweigert worden, sagte eine Sprecherin der südschwedischen Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich ausschließlich um Reisende, die auf ihrem Weg nach Schweden durch Dänemark gereist seien, Direktreisen aus Deutschland seien von der Maßnahme nicht betroffen.

„Es ist traurig, dass Menschen, die weit gereist sind, an der Grenze umkehren müssen, wo Einreisende zu 100 Prozent kontrolliert werden und wo besondere Gründe für die Einreise erforderlich sind“, teilte die Sprecherin mit. Deutsche sollten deshalb nicht über Dänemark fahren, wenn sie nach Schweden reisen wollten.

Neue Virusvariante: Schweden erlässt Einreiseverbot für Ausländer

Schweden hat ein Einreiseverbot für ausländische Staatsbürger aus Großbritannien und Dänemark erlassen, weil bei den Briten eine neue Corona-Variante aufgetaucht ist, die möglicherweise ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Von der neuen Virusvariante sind bisher einige Dutzend Infektionen in Dänemark nachgewiesen worden, auch Schweden und andere Länder haben erste Fälle entdeckt. Das schwedische Einreiseverbot gilt vorläufig bis zum 21. Januar 2021.

Insgesamt hat die schwedische Polizei zwischen dem 22. und 29. Dezember knapp 2900 Reisende an der Grenze zwischen Dänemark und dem südschwedischen Skåne (Schonen) abgewiesen, viele davon solche, die per Auto über die Öresundbrücke anreisen. In einer normalen Woche verweigert die Grenzpolizei nur etwa 100 Menschen die Einreise.