München/BerlinWegen der geplanten Kinoschließungen in Deutschland sollen mehrere Filme später ins Kino kommen als geplant. Die Krimikomödie „Kaiserschmarrndrama“ zum Beispiel startet nicht wie vorgesehen am 12. November. Constantin-Film halte aber an einem bundesweiten Starttermin in diesem Jahr fest, hieß es am Donnerstag.

Verschoben wird nun auch der Kinostart des Bio-Pics „Resistance – Widerstand“ mit Jesse Eisenberg und Matthias Schweighöfer. Kommende Woche hätte auch der Episodenfilm „Doch das Böse gibt es nicht“ anlaufen sollen. Der Film über die Todesstrafe im Iran hatte in diesem Jahr den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen.

Ein neuer Starttermin dafür steht noch nicht fest. „Wir haben in den letzten drei Monaten auf den Start hingearbeitet und fast eine Viertelmillion Euro in den Film investiert“, teilte der Verleih Grandfilm mit. Dass sie den Film jetzt nicht auswerten könnten, stelle für sie eine existenzielle Bedrohung dar.

Er sei darüber hinaus überzeugt, dass die Menschen die Kultur bräuchten, um über so schwere Zeiten wie die aktuelle Krise hinwegzukommen, sagte Constantin-Chef Martin Moszkowicz am Donnerstag.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sollen Kinos im November vorübergehend schließen, wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs vereinbart hatten. Die Bundeskanzlerin verteidigte die neuen Pandemie-Maßnahmen aufgrund der dramatischen Lage als nötig und verhältnismäßig. Kinobetreiber hingegen warnen vor existenzbedrohenden, wirtschaftlichen Einschnitten.