Berlin - Die Menschen in der Hauptstadt sind einer Umfrage zufolge am unglücklichsten in ganz Deutschland. Im neuen „Glücksatlas“, der am Mittwoch vorgestellt wurde, landete Berlin weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Demnach erreicht das Bundesland – nach einem Rückgang um 0,58 – in diesem Jahr nur noch 6,2 Punkte auf einer Skala von 0 bis 10.

Der hohe Anteil der Selbstständigen in Berlin drücke das Glücksniveau, hieß es in der Studie. Diese seien bei Tätigkeiten im Einzelhandel und bei körpernahen Dienstleistungen besonders stark von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen.

Geimpfte haben höhere Lebenszufriedenheit als Ungeimpfte

In Brandenburg sind die Menschen laut der Studie mit 6,74 Punkten hingegen glücklicher. Die Studienmacher führen das darauf zurück, dass in dem Bundesland überdurchschnittlich viele Ältere leben, die den Ergebnissen der Umfrage nach unter der Pandemie weniger gelitten hätten. Negativ für die ostdeutschen Länder würden allerdings die dort in vielen Bundesländern niedrigen Impfquoten wirken. Demnach äußern Geimpfte eine wesentlich höhere Lebenszufriedenheit als Ungeimpfte.

Die glücklichsten Deutschen verortet der „Glücksatlas“ in Schleswig-Holstein und in Sachsen-Anhalt (beide 6,78 Punkte). Der „Glücksatlas“ wurde im Auftrag der Deutschen Post erstellt und basiert im Kern auf einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit mehr als 8400 Beteiligten.

Im vergangenen Jahr landete die Region Berlin-Brandenburg noch auf dem achten Platz. Auf den hinteren Rängen tummelten sich ost- und westdeutsche Bundesländer gleichermaßen. Hessen landete demnach auf Platz zwölf mit 6,63 Punkten, gefolgt von Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Thüringen erreichte 6,5 Punkte.