BerlinAngesichts steigender Corona-Infektionszahlen sollen ab Montag weitere Sonderregeln gelten, damit Patienten für bestimmte Anliegen nicht extra in Praxen gehen müssen. Dies soll zunächst bis 31. Januar 2021 befristet sein, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss. 

So sollen etwa bei Logopäden Behandlungen auch per Video stattfinden können, wenn es therapeutisch möglich und der Patient einverstanden ist. Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfs- und Heilmittel sollen nach Rücksprache per Telefon erhältlich sein.

Auch Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten sollen telefonisch möglich werden. Erleichterungen sind auch bei Fristen von Verordnungen geplant. Bereits möglich ist es wieder, sich bei leichten Erkältungsbeschwerden nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt zunächst für sieben Tage krankschreiben zu lassen. Dies kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden.

Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Josef Hecken, sagte, Gebot der Stunde sei, unnötige Kontakte zu vermeiden. Es gelte, das Infektionsrisiko zu verringern, ohne dass kranke Menschen auf wichtige Behandlungen verzichten müssten. Weder der Weg in eine Praxis noch der Aufenthalt dort solle zur Gefahr werden, so Hecken.