Berlin - Aus Protest gegen die Nominierung des ehemaligen Verfassungsschutz-Chefs Hans-Georg Maaßen als Direktkandidat für die Bundestagswahl ist der langjährige Berliner CDU-Politiker Nicolas Zimmer jetzt aus der Partei ausgetreten. Der Chef der Berliner Technologiestiftung teilte seine Entscheidung am Freitag per Twitter mit. 

Zimmer schreibt in seinem Tweet: „Eine Partei, die Maaßen nominiert, ist nicht mehr meine.“ Er war vor 30 Jahren in die CDU eingetreten. Zwischen 2003 und 2006 war er Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus und anschließend bis November 2012 Staatssekretär in der Senatswirtschaftsverwaltung.

Masken-Affäre weiterer Grund für Austritt

Zimmer schrieb weiter, „Das ist nur der Abschluss eines Entfremdungsprozesses, der schon länger andauert. In den letzten Monaten haben Funktionäre und Mandatsträger der Union, gerade in der sog. Masken-Affäre, bewiesen, dass ihnen jeglicher moralischer Kompass abhanden gekommen ist. Wo keine klare, eindeutige Abgrenzung zu rechten Brandstiftern stattfindet, ist für mich kein Platz mehr.“