München - Nach der gefährlichen Protest-Aktion beim EM-Spiel Frankreich gegen Deutschland ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft München gegen die Umweltschützer. Das bestätigte die Behörde der Berliner Zeitung.

Ein 38 Jahre alter Mann aus Pforzheim in Baden-Württemberg war kurz vor dem Anpfiff des Spiels am 15. Juni auf dem Spielfeld notgelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus mussten. Beide hatten die Klinik wieder verlassen können. Auch der Fallschirmspringer selbst hatte viel Glück: Im Stadion in München waren Scharfschützen platziert, die wegen der Aufschrift „Greenpeace“ auf dem Gleitschirm nicht abdrückten und den Aktivisten auf dem Spielfeld landen ließen.   

Medienberichte, wonach auch die Wohnungen des Fallschirmspringers und anderer Aktivisten durchsucht wurden, bestätigte die Staatsanwaltschaft München auf Anfrage nicht.

Greenpeace hat sich inzwischen für die Aktion entschuldigt. Eine Landung im Stadion sei nicht geplant gewesen.