Mehr als jeder achte Beschäftigte in Deutschland fürchtet laut einer Umfrage aufgrund des Ukraine-Kriegs einen Jobverlust. Insgesamt 13 Prozent der Befragten gaben an, Angst zu haben, dass sie aufgrund des Ukraine-Kriegs ihre Stelle verlieren könnten, erklärte das Stellenportal Indeed am Donnerstag. 82 Prozent stuften ihren Arbeitsplatz hingegen als krisensicher ein. Auch während der Corona-Pandemie sorgten sich demnach viele Menschen um ihren Arbeitsplatz.

Insgesamt jeder zweite Arbeitnehmer gab in der Umfrage an, während der Pandemie oder aktuell aufgrund des Ukraine-Kriegs in Sorge um den eigenen Job gewesen zu sein. Lediglich rund jeder dritte Arbeitnehmer erklärte hingegen, dass keine der beiden Krisen eine solche Furcht ausgelöst habe. Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Indeed über 1000 Berufstätige.

Jeder vierte Arbeitnehmer will „Krisensicherheit“ im neuen Job

Spürbar waren die Folgen des Ukraine-Kriegs für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Auswirkungen des Krieges in ihrem Arbeitsalltag spürten. So berichteten etwa 19 Prozent von Lieferengpässen, weitere sechs Prozent von Beeinträchtigungen durch Betriebsstilllegungen bei ukrainischen Niederlassungen oder Dienstleistern. 55 Prozent gaben hingegen an, dass sie die Auswirkungen des Krieges in ihrem Berufsalltag bisher nicht spürten.

Auch für Jobsuchende hat der Ukraine-Krieg offensichtlich Konsequenzen: Jeder vierte Umfrageteilnehmer gab an, dass „Krisensicherheit“ ein wichtiges Kriterium für eine neue Stelle sei. Dieses Merkmal wurde damit in etwa als ebenso relevant eingestuft wie die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.

Auch die Arbeitgeber reagierten laut Indeed auf diesen Trend: Die Anzahl der Stellenausschreibungen, in denen die ausgeschriebene Stelle als „krisenfest“ beworben wurde, stieg in den vergangenen drei Jahren um 300 Prozent. Insbesondere zwischen März 2020 und 2021 sei der Anteil „krisenfester“ Stellenausschreibungen „in die Höhe geschossen“.