Wegen Vergewaltigung angeklagt: Prozess um Oscar-Gewinner Paul Haggis beginnt

Haggis muss sich nun wegen mehreren Vorwürfe vor Gericht verantworten. Presseagentin Haleigh Breest beschuldigt ihn, sie missbraucht zu haben. 

Regisseur Paul Haggis verlässt das Gericht für eine Mittagspause. 
Regisseur Paul Haggis verlässt das Gericht für eine Mittagspause. AP/Julia Nikhinson

Der Zivilprozess gegen den kanadischen Regisseur und Oscar-Gewinner Paul Haggis wegen Vergewaltigungsvorwürfen hat in New York begonnen. Der 69-Jährige, bekannt für Regie und Autorenschaft des Films „Crash“ sowie die Drehbücher für „Million Dollar Baby“ und „Casino Royale“, traf nach Beobachtung eines AFP-Fotografen am Mittwochmorgen am Gericht ein.

Die Film-Presseagentin Haleigh Breest hatte Haggis im Dezember 2017 beschuldigt, sie im Januar 2013 missbraucht und vergewaltigt zu haben. Damals war sie 26 Jahre alt. Danach warfen noch drei andere Frauen Haggis sexuelle Übergriffe vor. Haggis gibt an, dass die Begegnung einvernehmlich war. Im Juni dieses Jahres wurde der Regisseur zudem wegen des Verdachts in einem weiteren Fall in Südditalien festgenommen. Haggis wies die Vorwürfe zurück und war bald wieder auf freiem Fuß.

Haggis Anwälte deuteten US-Medien zufolge am Mittwoch an, dass Breests Klage von Scientology beinflusst worden sei, die Haggis nach seinem eigenen Austritt aus der Organisation kritisiert hatte. Die Anwälte Breests wiesen das zurück.