In Frankreich hat ein Gericht den extrem rechten Präsidentschaftskandidaten Éric Zemmour und seine Partei wegen des Schändens von Urheberrechten in einem Wahlclip zu 70.000 Euro Strafe verurteilt. Zu den Klägern, denen am Freitag die Summe zugesprochen wurde, zählten Filmgesellschaften, Regisseure und die Gesellschaft von Autoren und Komponisten, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. In der Videobotschaft mit Ausschnitten alter Filme hatte Zemmour Ende November seine Kandidatur angekündigt, ohne sich um Urheberrechte für das verwendete Material zu kümmern.

Zemmour wurde schon mehrfach wegen rassistischer Äußerungen verurteilt. Nach Aussagen Zemmours, die Blöcke mit Sozialwohnungen in Frankreich seien Brutstätten des Islamismus, reichte der Verband der Sozialwohnungsgesellschaften kürzlich Klage ein. Es gehe um eine grobe Beleidigung der elf Millionen Bewohner von Sozialwohnungen.