Weihnachtliche Angebote für Bedürftige

Geschenke und Festessen an Weihnachten sind längst nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit. Die Berliner Stadtmission und andere Hilfsorganisatio...

Berlin-Geschenke und Festessen an Weihnachten sind längst nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit. Die Berliner Stadtmission und andere Hilfsorganisationen wollen das auch dieses Jahr ändern und haben vor Weihnachten einige Projekte angestoßen.

So wurden etwa mit der Weihnachtschallenge und Mitmach-Aktion „My Berlin Bag“ 500 Beutel aus Secondhand-T-Shirts genäht. In den Beuteln sollen an Heiligabend Geschenke für Bedürftige ausgegeben werden, bei einem Festessen im Bahnhof Zoo.

Auf ein Festessen können sich bedürftige und obdachlose Menschen an Heiligabend auch andernorts freuen. Bei „Christmas to go“ in der Lehrter Straße werden Tee, Kaffee und Gebäck ausgegeben, weihnachtliche Musik gespielt und Geschichten vorgelesen. Im Anschluss sollen Braten mit Rotkohl und Klößen gegessen und Geschenke verteilt werden. Anmelden muss man sich nicht - ein Durchgang dauert etwa anderthalb Stunden.

Auch im Sinne der Weihnacht will die Berliner Tafel noch bis Ende des Jahres insgesamt 10.000 Tüten mit Essen verteilen. Im Vorfeld wurden dafür 7,5 Tonnen Lebensmittelspenden gesammelt und in den Tüten verpackt.

Doch nicht nur ein warmes Essen und Geschenke sind rund um Weihnachten gefragt - auch das besinnliche Miteinander soll im Mittelpunkt stehen. So findet an Heiligabend im Hauptbahnhof ab 22 Uhr ein besonderer Mitsing-Gottesdienst statt, nachdem dieser in den letzten Jahren pandemiebedingt ausfallen musste.

Bereits in der Vorweihnachtszeit gab es viele besinnliche Aktionen. So hat die Stadtmission zum Beispiel täglich am Bahnhof Zoo und am Hotel Allegra an der Friedrichstraße Gedichte oder Geschichten vorgelesen, Segnungen vorgetragen sowie Gebäck und Punsch ausgegeben.

Beim Christmas Special des Textilhafens am Alexanderplatz, beim Upcycling-Label WaterToWine in Neukölln oder am Haus der Statistik im Molly konnten in den letzten Wochen alte Kleidungsstücke zu neuen Lieblingsstücken umgenäht werden und auch für Bedürftige neu angepasst werden.

Zum Aufwärmen gibt es in der kalten Jahreszeit Angebote vom „Netzwerk der Wärme“, bei dem bereits rund 140 Mitglieder einen warmen Platz zum Verweilen anbieten. So etwa der von den Johannitern betriebene Ort im Humboldt-Forum oder die Wärmestube der Berliner Caritas in Wilmersdorf. Dadurch sollen den von Einsamkeit oder der Energiekrise betroffenen Menschen in Berlin Orte der Wärme zur Verfügung gestellt werden, sagte Isabell Steiner, Projektkoordinatorin des Netzwerks. „Pro Woche melden sich 25 Einrichtungen bei uns und fragen, wie sie sich beteiligen können“, berichtete Steiner.