Schaumburg - Er bezeichnet sich selbst als weihnachtsverrückt: Thomas Jeromin aus Rinteln im niedersächsischen Landkreis Schaumburg hat 444 Plastik-Weihnachtsbäume in seiner Wohnung aufgestellt und geschmückt. Das Rekord-Institut für Deutschland (RID) war am vergangenen Montag zu Gast bei dem 55-Jährigen und seiner Frau Susanne, um die leuchtende Sammlung als neuen Weltrekord anzuerkennen.

Jedes Jahr verwandelt sich die rund 100 Quadratmeter große Wohnung der Jeromins in ein Weihnachtswunderland, im vergangenen Jahr waren es 420 Bäume. Wie der 55-Jährige sagte, leuchten jetzt 47.000 Lichter in seinen Räumen. Der Weihnachtsfan gestaltet auch Themenbäume, etwa mit Star-Wars-Figuren oder Quietsche-Entchen.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erzählt das Paar, dass auch die Corona-Pandemie Einfluss auf ihr Faible für Weihnachtsdeko gehabt habe: Thomas und Susanne Jeromin berichten, dass sie 2020 auch einen Baum mit kleinen Corona-Masken dekoriert hätten.

72.000 Weihnachtskugeln für 444 Weihnachtsbäume

Die Bäume holt er immer schon am 1. August vom Dachboden, schließlich müssen unter anderem 72.000 Kugeln aufgehängt werden. Mittlerweile wird ihm aus ganz Deutschland ausrangierte Dekoration – von Kugeln bis Lametta – zugeschickt. Der größte Baum, der 3,50 Meter misst, hängt an der Decke.

Vor der Corona-Pandemie bot Thomas Jeromin auch Führungen durch sein Weihnachtswunderland an. Dies funktioniere aufgrund der aktuellen Hygiene-Bestimmungen nicht, teilte das Rekord-Institut mit – im Haus der Jeromins sei ohnehin schon zu wenig Platz.

Von ihrem Rekordvorhaben hätten sich die beiden trotz Pandemie nicht abbringen lassen. Die 444 vollständig geschmückten Bäume wurden als offizieller RID-Weltrekord anerkannt – für die „meisten geschmückten Weihnachtsbäume an einem Ort“.