BerlinAm Mittwochabend kam es in der Gustav-Adolf-Straße, kurz vor der Langhansstraße, im Bezirk Weißensee zu einem Unfall mit der Polizei. Beteiligt waren ein Streifenwagen und ein Auto mit gestohlenen Kennzeichen. In dem Unfallwagen, der zuvor bereits ein weiteres Auto rammte, saß auch ein 16-jähriger Jugendlicher. 

Wie die Polizei mitteilte, war einem Autofahrer ein Škoda auf der Gertraudenstraße aufgefallen, der sich nicht an das Reißverschlußprinzip hielt und dazu noch stark beschleunigte. Eine Kollision mit dem Verkehrssünder konnte der Zeuge gerade noch durch starkes Abbremsen verhindern. Da der Fahrer des Škoda sich weiter auffällig durch den Verkehr schlängelte, alarmierte der Zeuge die Polizei. Alarmierte Einsatzkräfte bemerkten daraufhin den Pkw auf der Gustav-Adolf-Straße und forderten den Fahrer auf, anzuhalten.

Zwei Beifahrer flüchten, ein Jugendlicher mit Messer wird festgenommen

Statt den Wagen zu stoppen, fuhr der Škoda-Fahrer rückwärts und stieß dabei gegen einen dahinter stehenden VW. Anschließend fuhr er wieder vorwärts und kollidierte mit der Beifahrertür des Streifenwagens. Da die Insassen des Škoda laut Polizei nun in der Falle saßen, stiegen der Fahrer und einer der beiden Beifahrer aus und flüchteten zu Fuß. Sie konnten unerkannt entkommen.

Der dritte Insasse, ein 16-Jähriger, wurde von Polizisten festgenommen. Beamte fanden  bei dem Jugendlichen ein verbotenes Messer und beschlagnahmten es. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die am Fluchtfahrzeug angebrachten Kennzeichen in den Vormittagsstunden des 11. November als gestohlen gemeldet worden waren. Der Wagen selbst wurde bereits im August 2020 amtlich außer Betrieb gesetzt.

Eine Haftpflichtversicherung zu diesem Fahrzeug bestand nicht. Der 16-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seinen Erziehungsberechtigten übergeben.