Rom -  Vor den Toren Roms kämpft die Feuerwehr weiter gegen Waldbrände. Die Einsatzkräfte löschten die Brände von zwei Fronten, teilte die Feuerwehr am Freitagabend mit. Im Einsatz seien außerdem ein Löschflugzeug und zwei Helikopter. Die Flammen brannten im Naturschutzgebiet Monte Catillo nördlich von Tivoli. Die Stadt im Osten Roms ist für ihre Unesco-Welterbe-Villen Villa d'Este und Villa Adrianna bekannt. Die Feuerwehr rückte schon in der Nacht zu Freitag zu den Bränden aus und musste auch bedrohte Häuser evakuieren.

Staatspräsident Sergio Mattarella begutachtete unterdessen die Lage auf der beliebten Urlaubsinsel Sardinien. Beim Besuch der Luftwaffe in Alghero überflog der 80-Jährige auch das Waldbrandgebiet in der Provinz Oristano im Westen der Insel. „Die Verwüstung durch die Brände zu sehen, lässt einen das enorme Ausmaß der Schäden für das Leben der betroffenen Kommunen verstehen“, sagte Mattarella.

In der ebenfalls stark von Waldbränden betroffenen Süd-Region Kalabrien trafen sich am Freitag die Regionalregierung, der Zivilschutz und Vertreter von Gemeinden. „Es gibt immer noch Brände in Kalabrien, auch wenn es scheint, dass es nun einen leichten Rückgang gibt“, sagte Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio. In Kalabrien brennen viele Feuer in der Gegend um den Nationalpark Aspromonte. Dort gab es bislang vier Tote im Zusammenhang mit den Waldbränden.

Sardinien und Sizilien: Waldbrandgefahr zurückgestuft

Auf den Inseln Sizilien und Sardinien stufte der Zivilschutz die Waldbrandgefahr für Sonnabend in vielen Provinzen zurück. Extreme Hitze und anhaltende Trockenheit begünstigen seit Ende Juli die Flammen. Hinter vielen Feuern vermuten die Behörden Brandstiftung.

In vielen Teilen Italiens erwarteten die Meteorologen für das Wochenende extreme Hitze mit Temperaturen über 35 Grad. Das Gesundheitsministerium prognostizierte am Freitag für zahlreiche Städte – darunter Rom, Palermo, Bozen und Bologna – die höchste Hitze-Stufe drei.