Potsdam Brandenburgs Schülerinnen und Schüler müssen vorerst weiter von zu Hause aus lernen: Der Präsenzunterricht an Schulen bleibt bis zum 22. Januar ausgesetzt. Das teilte die Landesregierung am Donnerstagabend nach Gesprächen mit den Landkreisen und kreisfreien Städten mit. Ausgenommen davon bleiben die Abschlussklassen und die Förderschulen. In der übernächsten Woche (ab 18. Januar) solle die Situation neu bewertet werden, hieß es nach den Beratungen.

Dann solle entschieden werden, ob die Grundschulen aufgrund eines deutlich gesunkenen Infektionsgeschehens für einen Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht in der Woche vor den Winterferien geöffnet werden könnten. Die Schulen sollen an diesem Freitag über den Beschluss informiert werden.

Die Landesregierung stehe weiterhin dazu, dass Schulen und Kitas so schnell wie möglich wieder in den Regelbetrieb gehen sollten, erklärte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). „Das Infektionsgeschehen erlaubt aber derzeit leider keine Öffnung der Schulen. Deshalb haben wir den Distanzunterricht für zwei Wochen verlängert.“

Brandenburg: Kitas bleiben geöffnet

Die Kitas bleiben demnach wie bisher geöffnet. Es wird allerdings an die Eltern appelliert, ihre Kinder soweit wie möglich zu Hause zu betreuen und für den Zeitraum die Lohnersatzleistungen des Bundes und die Ausweitung der Anspruchsdauer des Kinderkrankengelds zu nutzen. In Abhängigkeit von der lokalen Situation können Kitas jedoch geschlossen sein, wie dies beispielsweise derzeit für den Kreis Oberspreewald-Lausitz gilt.

Die Situation werde zu Beginn kommender Woche vor dem Hintergrund aktueller Daten neu bewertet, teilte Ernst mit. Wenn sich die Infektionslage bis dahin deutlich verbessert haben sollte, tritt ihr zufolge die zweite Stufe des Stufenplans in Kraft - an den Grundschulen gebe es dann wieder Unterricht im Wechselmodell.

Die Kultusministerkonferenz der Länder hatte am Montag einen Stufenplan vorgelegt, demzufolge der Präsenzunterricht bei sinkenden Infektionszahlen in den Grundschulen wieder beginnen könnte. Danach sollen die älteren Schüler im Wechselunterricht folgen. Einen Zeitplan dafür gab es allerdings noch nicht.

Über die weitere Verlängerung und Verschärfung von Corona-Beschränkungen für die Bürger will das Kabinett an diesem Freitag entscheiden. Bei Gesprächen mit den Landkreisen und Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte sollte es insbesondere um die Vereinbarung der Regierungschefs von Bund und Ländern gehen, in Corona-Hotspots den Bewegungsradius der Menschen auf 15 Kilometer um den Wohnort zu beschränken.