Hannover - Einer Datenanalyse zufolge hat sich das Wachstum der Weltbevölkerung im Zuge sinkender Geburtenraten in den letzten drei Jahrzehnten um etwa ein Drittel verringert. Wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Montag berichtete, sank die Geburtenrate seit dem Jahr 1990 von durchschnittlich 3,2 Kindern pro Frau auf derzeit 2,3 Kinder. Die Geburtenraten der einzelnen Länder und Regionen variieren allerdings stark. Afrika südlich der Sahara verzeichnet laut DSW mit 4,7 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate, in Ländern mit hohem Einkommen liegt sie hingegen bei 1,8. Aktuell gibt es etwa 7,9 Milliarden Menschen auf der Welt.

Vor allem Teenagerschwangerschaften und ein Mangel an modernen Verhütungsmitteln steigern die Geburtenraten, wie es von der DSO hieß. In Afrika südlich der Sahara hat demnach jede zweite Frau keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Dort sind pro Jahr 16 Prozent der Geburten auf Teenagerschwangerschaften zurückzuführen. In Deutschland machen Schwangerschaften bei Mädchen jährlich nur ein Prozent aller Geburten aus.

Die DSW ist eine Entwicklungshilfeorganisation. Sie konzentriert sich nach eigenen Angaben vor allem auf die Bereiche Gesundheit, Familienplanung und Gleichberechtigung. Eines ihrer Kernziele ist es, jungen Menschen zu „selbstbestimmten Entscheidungen“ über ihre Sexualität und Verhütung zu verhelfen. Sie kooperiert mit einer weiteren Organisation names World Population Bureau, beide veröffentlichen gemeinsam regelmäßig Daten und Berichte.