Eine Frau trägt beim Shoppen eine Atemschutzmaske. (Archiv)
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New YorkDie Anzahl der Corona-Infektionen steigt weltweit teils dramatisch an. Dennoch sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darin keinen Hinweis auf eine zweite Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Freitagabend in einem Briefing bei der Genfer Auslandspresse (ACANU).

„Was wir jetzt in vielen Ländern erleben, ist ein zweiter Höhepunkt der ersten Welle in vielen Ländern, wo das Virus nicht genug unterdrückt worden ist, um eine Übertragung der Krankheit zu verhindern“, sagte Ryan. Maßnahmen wie Handhygiene, Abstand halten, die Isolation von Infizierten und ihrer Kontakte müssten daher konsequent weiter angewendet werden. Andernfalls  könnte eine Situation entstehen, in der „das Infektionsniveau anhaltend höher ist, als wir es wirklich wollen“.

In den USA wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität unterdessen über 57.000 neue Corona-Infektionen registriert. Damit erreichte der Wert einen neuen Höchststand. Vor allem im Süden und Westen des Landes breitet sich das Coronavirus derzeit massiv aus.