Cottbus - Bei Bauarbeiten in der Innenstadt von Cottbus wurde am Mittwoch eine Weltkriegsbombe gefunden. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, wurde die Fundstelle in der Virchowstraße bereits gesichert. Die Entschärfung der 50-Kilo-Bombe ist für Montag, den 1. März geplant. Etwa 2640 Menschen, die im Sperrkreis mit einem Radius von 300 Meter leben und arbeiten, müssen diesen am Montag bis 11.00 Uhr verlassen, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Sie werden demnach an den Hauszugängen über den Ablauf der Evakuierung informiert.  

Für die Entschärfung werden voraussichtlich Gebäude in einem Umkreis von 300 Metern evakuiert. Nach erster Einschätzung befindet sich der Zünder in einem schlechten Zustand. Daher wird aktuell geplant, den Zünder zu entfernen und anschließend in einem Waldgebiet kontrolliert zu sprengen. Deshalb wird der Sicherheitsradius in Richtung Westen erweitert. Die Stadtverwaltung wird nötige Sperren vornehmen.

Von den Evakuierungen betroffen sind unter anderem das Technische Rathaus, der Dienstleistungsturm, die Spreegalerie, die Stadthalle und das Lindner Congress Hotel, Teile des BTU-Campus, eine nahe Kindertagesstätte sowie die Erich-Kästner-Grundschule und das OSZ Sielower Straße.

Anwohner, die kein Ausweichquartier haben, können der Stadt zufolge den Platz in der Sporthalle des Max-Steenbeck-Gymnasiums nutzen. Dabei sollten die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Die Stadtverwaltung ermittelt nach eigenen Angaben derzeit noch Bewohner im Sperrkreis, die an Corona erkrankt sind oder wegen eines Kontaktes in Quarantäne sind. Ihnen werde eine gesonderte Unterkunft im Stadthaus angeboten. Dort könnten Erkrankte und unter Quarantäne stehende Personen voneinander getrennt betreut werden.