New York - Weltweit sind an den Weihnachtstagen schon mehr als 4500 Flüge ausgefallen, besonders stark betroffen sind die USA. Wie Daten der Website Flightaware.com vom Samstagmorgen zeigten, wurden am ersten Weihnachtsfeiertag weltweit mindestens 2000 Flüge storniert. 700 der stornierten Flüge sollten demnach an US-Flughäfen starten oder landen. Mehr als 1500 Flüge waren verspätet. Fluggesellschaften begründeten die Ausfälle vor allem mit Krankmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Am Heiligabend hatte Flightaware weltweit rund 2400 stornierte Flüge verzeichnet. Fast 11.000 weitere Flüge waren von Verspätungen betroffen. Auch für den zweiten Weihnachtsfeiertag wurden der Website zufolge bereits 600 Flugausfälle angekündigt.

Die vielen Flugausfälle in einer der Hauptreisezeiten des Jahres sind nach Angaben der Fluggesellschaften darauf zurückzuführen, dass viele Piloten, Flugbegleiter und andere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sind oder unter Quarantäne stehen.

Allein die US-Fluggesellschaft United musste laut Flightaware am Freitag und Samstag rund 200 Flüge stornieren – und damit zehn Prozent aller vorgesehenen Flüge. „Der landesweite Anstieg bei den Omikron-Fällen in dieser Woche hatte direkte Auswirkungen auf unsere Besatzungen und die Menschen, die unseren Betrieb aufrechterhalten“, erklärte die Airline am Freitag.

Die US-Fluggesellschaft Delta musste am Samstag mindestens 260 Flüge streichen – nach rund 170 Ausfällen am Freitag. Die Airline habe keine Möglichkeit mehr gesehen, die Flüge doch noch anbieten zu können – „einschließlich der Umleitung und des Austauschs von Flugzeugen und Besatzungen“, erklärte Delta.

Bei Alaska Airlines mussten zahlreiche Mitarbeiter nach Corona-Kontakten in Quarantäne, elf Flüge wurden gestrichen.

Einer Schätzung des Verkehrsklubs American Automobile Association hatten in den USA mehr als 109 Millionen Menschen geplant, zwischen dem 23. Dezember und dem 2. Januar zu verreisen. Dies waren 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten der Reisen für die diesjährige Weihnachtszeit waren jedoch bereits vor dem Auftreten der Omikron-Variante gebucht worden.