Berlin - Der meteorologische Winter ist überstanden. Und auch die aktuellen Temperaturen bringen Frühlingsstimmung in die Berliner Parks. Für die kommenden Tage sagen Meteorologen, wie Dominik Jung von Wetter.net, noch frühlingshafte Temperaturen voraus: „Sie bringen viel Sonnenschein. Hoch Renate ist zwar weg, aber die Nachfolgerin, das Hoch Sandra, ist schon da. Das Wetter bleibt relativ ähnlich“, sagt Jung. „Nachts ist es ziemlich kühl, heute Morgen gab es verbreitet Bodenfrost, aber tagsüber kann die Sonne schön einheizen und dann steigen die Temperaturen ordentlich in die Höhe.“

Doch so richtig gelingt dem Frühling der Durchbruch nicht. Denn: „Die Wetterkonstellation bleibt momentan sehr ähnlich. Wir haben ein Hochdruckgebiet bei den britischen Inseln, ein Tief über Nordeuropa, dazwischen strömt relativ kühle Luft nach Europa“, erklärt Jung. „Aber die warmen Luftmassen kommen zumindest im Westen und Süden Deutschlands voran, deshalb gab es am Sonnabend über 20 Grad.“ Heute erwartet der Experte Wolkenfelder, viel Sonne, nur im Osten könne es auch mal Regen geben.

Jung: „Zwölf Grad zu kalt für diese Jahreszeit“

Die Woche startet frostig, aber mit täglich 12 bis 15 Sonnenstunden. „Am Dienstagabend kommen dichtere Wolkenfelder herangezogen, am Mittwoch hat sich die Wetterlage umgestellt. Es kann Regenschauer geben, hier und da sind auch mal Blitz und Donner dabei.“ Es ist der Auftakt einer neuen Wetterumstellung. Richtung Mai wird es immer nasser – und kühler. „Am 4., 5. und 6. Mai ist es schon deutlich zu kalt für diese Jahreszeit. Die Temperaturabweichung in Europa mag man fast nicht glauben: In Ostdeutschland ist es dann laut Wettertrend zwölf Grad zu kalt für diese Jahreszeit!“

„Die Wetterlage am 6. Mai am frühen Morgen schlägt dann alles. Da haben wir sogar Schneefall! Vor allem in höheren Lagen ist Schneeregen und Schneefall mit dabei“, sagt Jung. „Am 6. Mai will man eigentlich nicht noch mal Schnee sehen, aber der Spätwinter scheint in diesem Jahr wirklich sehr hartnäckig sein zu wollen. Der Frühling brennt auf Sparflamme.“ Auch deshalb solle man die nächsten Tage noch einmal genießen. „Denn das, was dann kommt, ist nicht das Frühlingswetter, das wir uns wünschen.“