Berlin - Der erste richtige Schneefall des Winters sorgt am Donnerstag für Verzögerungen und Unfälle auf den Straßen Berlins. „Bei uns im Lagedienst ist am Vormittag eine erhöhte Zahl an Notrufen registriert worden“, so ein Feuerwehrsprecher. Die weiße Schneedecke in der Hauptstadt sorgt seit Stunden für eine hohe Auslastung im Rettungsdienst. Es kam aufgrund des Matsches und der Glätte zu mehreren Verkehrsunfällen, so der Sprecher. Außerdem stürzten Fußgänger und Radfahrer. „Es sind schon deutlich mehr Unfälle als an Tagen, wo es nicht schneit“, so ein Polizeisprecher. Schwere Unfälle habe es zum Glück noch nicht gegeben.

Wie die BVG der Berliner Zeitung auf Anfrage mitteilt, hatten einige Busse bereits Verspätung. Autofahrer sollten achtsam sein, warnt der ADAC. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ab Mittwoch in der Region Berlin-Brandenburg mit weiterem Schneefall und Schneeregen. Stellenweise sind zwischen ein und drei Zentimeter Neuschnee möglich. Am Donnerstagnachmittag ist laut DWD-Meteorologen auch gefrierender Sprühregen nicht auszuschließen.

Berlin: Schneedecke wird wohl recht schnell tauen 

Die Temperaturen liegen zwischen minus zwei und plus ein Grad. In der Nacht zum Freitag soll es stärker bewölkt sein, auch Nebel und Hochnebel können sich bilden. Tagsüber bleibt es laut DWD meist trocken bei Höchstwerten zwischen null und drei Grad.

Eine dicke Schneedecke wird allerdings nicht liegen bleiben. Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net erklärt, warum: Milde Luftmassen verhindern winterlichen Dauerfrost, obwohl eisige Kälte in Reichweite ist. Am Dienstag wurden in Lappland (Schweden) fast minus 44 Grad gemessen. Seit Messbeginn, so Jung, sei es dort Anfang Dezember noch nie so kalt gewesen. Jedoch verhindern milde Luftmassen vom Atlantik, dass die Kälte in unsere Regionen kommt, erklärt der Experte. Er blickt zum Schluss noch auf die Weihnachtszeit: Für alle, die unter 500 Meter wohnen, sei der Traum von weißer Weihnacht ausgeträumt, so Jungs Prognose.