Wetterdienst: So wird der Winter in Deutschland

Die Winterprognose des Deutschen Wetterdiensts ist für alle Energieverbraucher eine gute Nachricht. Worauf sich die Menschen in Deutschland einstellen müssen.

Die Leute genießen den Wintertag samt Schnee im Tiergarten im vergangenen Winter.
Die Leute genießen den Wintertag samt Schnee im Tiergarten im vergangenen Winter.Sabine Gudath

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in Deutschland mit einem eher milden Winter. Das teilte der DWD am Donnerstag in Offenbach unter Bezug auf Modellrechnungen für die Monate Dezember, Januar und Februar mit. Es sei in Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von rund zwei Grad Celsius zu rechnen.

Der kommende Winter würde den Annahmen zufolge zu den 33 Prozent der mildesten Winter zwischen 1991 und 2020 gehören. Im Durchschnitt lag die Temperatur in diesem Zeitraum bei 1,4 Grad Celsius. „Die Winterprognose des Deutschen Wetterdiensts ist für alle Energieverbraucher eine gute Nachricht“, teilte Tobias Fuchs, DWD-Vorstand Klima und Umwelt, mit. „Sollte das Modell recht behalten, können wir dadurch Heizenergie einsparen.“

Der DWD wies darauf hin, dass die Prognose auf saisonalen Klimavorhersagen basiere. Diese seien nicht mit der Verlässlichkeit von Wettervorhersagen vergleichbar. An einzelnen Tagen oder Wochen könne es auch deutlich kälter als die ermittelte Durchschnittstemperatur sein.

2022 schon jetzt wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

Schon von Januar bis Ende Oktober ist es in diesem Jahr in Deutschland so warm gewesen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 140 Jahren. Diese Zwischenbilanz zog der DWD in Offenbach vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz. Die Durchschnittstemperatur der zehn Monate gab der DWD mit 11,8 Grad an. Damit handele es sich um die wärmste Januar-Oktober-Periode, seit 1881 mit regelmäßigen Aufzeichnungen begonnen wurde.

Platz zwei in dieser Rangliste belegen die zehn Monate der Jahre 2018 und 2020 mit jeweils 11,6 Grad, wie der DWD mitteilte. Neun der zehn wärmsten Januar-Oktober-Perioden seien seit der Jahrtausendwende gemessen worden. Wie das laufende Jahr 2022 insgesamt in Deutschland ausfallen wird, lasse sich aktuell noch nicht genau abschätzen, erklärte der Wetterdienst und verwies auf seine Jahresbilanz, die Ende Dezember veröffentlicht wird.