Sturm (Symbolbild)
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BerlinDer Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam warnt vor Sturm in Berlin und Brandenburg. Bereits am Vormittag wurden in Dahlem Böen von 53 Kilometern pro Stunde (Windstärke 7) gemessen, für den Abend erwarten die Meteorologen Böen von bis zu 75 Kilometern pro Stunde (Windstärke 9) aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse sogar mit schweren Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde (Windstärke 10) gerechnet werden. Es besteht eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 2 für die Region – diese gilt vorerst bis Donnerstag um 3 Uhr.

In Berlin werden bereits erste öffentliche Anlagen geschlossen: Wegen des Sturms bleiben am Nachmittag vorsorglich der Parkfriedhof Marzahn und der Friedhof Biesdorf zu, wie das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf mitteilte.

Die Berliner S-Bahn stellt sich unterdessen auf mögliche Ausfälle wegen des Sturms ein. Bereits am Mittwochmorgen war der Zugverkehr der Linie S7 zwischen Griebnitzsee und Babelsberg für rund zwei Stunden aufgrund der Wetterbedingungen unterbrochen, wie die S-Bahn Berlin mitteilte. Ein Baum war ins Gleisbett gefallen, wie eine Sprecherin sagte. Ein 10-Minuten-Takt konnte zunächst nur zwischen Ahrensfelde und Grunewald angeboten werden. Nach rund zwei Stunden war die Strecke wieder frei.

Am Vormittag musste für mehrere Stunden die S2 wegen einer witterungsbedingten Störung im Bereich Zepernick unterbrochen werden, wie die S-Bahn Berlin auf Twitter mitteilte.

Sturmtief „Kirsten“ hat in Brandenburg bereits für mehrere Feuerwehreinsätze wegen umgekippter Bäume gesorgt. In Elsterwerda (Elbe-Elster) stürzte im Ortsteil Kraupa ein Baum auf die Bundesstraße 101, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein weiterer Baum im Stadtgebiet stand am Mittag in „deutlicher Schräglage“ und musste gesichert werden. Bereits am Morgen stürzte im benachbarten Ort Prösen nach Feuerwehrangaben ebenfalls ein Baum auf die Straßenfahrbahn. In allen drei Fällen wurde niemand verletzt.

Der Feuerwehrsprecher rief die Bevölkerung auf, bei dem schweren Sturm „lieber zu Hause“ zu bleiben. Parks sollten gemieden werden. Wegen der durch Hitze ausgetrockneten Böden hätten manche geschwächten Bäume nicht mehr ausreichend Halt. 

In der Nacht zum Donnerstag soll der Sturm in Richtung Osten zum Baltikum abziehen.