Der NSA-Enthüller Edward Snowden winkt während einer Videoschalte dem Publikum zu (Archiv).
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Washington D.C.Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Begnadigung des Whistleblowers Edward Snowden zu prüfen. Trump sagte am Sonnabend bei einer Pressekonferenz, es gebe „unterschiedliche Meinungen“ zu Snowden: „Manche Leute denken, er sollte anders behandelt werden, andere denken, er hat sehr schlimme Dinge getan“. 

Er selbst sei „nicht besonders vertraut“ mit der Angelegenheit. „Aber ich werde mir das ansehen“, so Trump weiter. Bereits in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit der Zeitung New York Post hatte der US-Präsident gesagt, eine Menge Leute seien der Ansicht, dass mit Snowden „nicht fair umgegangen“ worden sei.  

Snowden hatte im Jahr 2013 mehreren Journalisten eine Vielzahl vertraulicher Dokumente des amerikanischen Abhördienstes NSA zugespielt. Das Material offenbarte ein tiefgreifendes System der Internet- und Telekommunikationsüberwachung durch US-Geheimdienste und ihre britischen Verbündeten. Snowden wurde wegen Geheimnisverrats angeklagt und hält sich derzeit in Russland auf. Hier bekam er 2013 Asyl.