WHO: Corona-Impfpflicht darf nur „absolut letztes Mittel“ sein

WHO-Regionalchef Hans Kluge ist skeptisch gegenüber der Einführung einer Impfpflicht. Erst müssten alle anderen denkbaren Impfbemühungen ausgeschöpft werden.

WHO-Regionaldirektor Hans Kluge
WHO-Regionaldirektor Hans KlugeImago/Donat Sorokin

Kopenhagen-Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu aufgerufen, eine Corona-Impfpflicht nur als letztes Mittel im Kampf gegen die Pandemie in Betracht zu ziehen. Vorschriften zu einer Impfpflicht „sind ein absolut letztes Mittel und nur anzuwenden, wenn alle anderen machbaren Optionen zur Verbesserung der Impfaktivität ausgeschöpft wurden“, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Dienstag in Kopenhagen. Auch in Deutschland wird derzeit angesichts einer heftigen vierten Corona-Welle über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert.