Yamoussoukro - Anders als zunächst befürchtet hat es in der Elfenbeinküste doch keine Ebola-Infektion gegeben. Der Befund bei einer Patientin sei eine Fehldiagnose gewesen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am späten Montagabend mit. Die Regierung des westafrikanischen Staats habe mitgeteilt, dass jüngste Tests des Pasteur-Instituts in Lyon keine Hinweise auf das Virus ergeben hätten. Zuvor hatte das Institut Pasteur der Elfenbeinküste eine Ebola-Erkrankung diagnostiziert. Gesundheitsbehörden hatten daraufhin am 15. August den ersten Ebola-Fall seit 1994 in der ehemaligen französischen Kolonie ausgerufen und kurz darauf eine Impfkampagne gestartet.

Mit den neuen Ergebnissen des Labors in Lyon sei die WHO der Ansicht, dass die Patientin doch keine Ebola-Virus-Erkrankung hatte, hieß es nun. Weitere Analysen zur tatsächlichen Krankheitsursache würden vorgenommen. Die 18-Jährige war aus dem Ort Labé in Guinea auf dem Landweg in die Wirtschaftsmetropole Abidjan in der Elfenbeinküste gereist und dort am 12. August nach einem Fieberschub im Krankenhaus behandelt worden. Guinea hatte sich erst am 19. Juni als ebolafrei erklärt. Dort waren seit dem 14. Februar zwölf Menschen an der Viruserkrankung gestorben.