Eine Mitarbeiterin der Tate Gallery of Modern Art steht mit Mundschutz vor dem Kunstwerk „Colour Cycle with three lights“. 
Foto: dpa/AP/Alastair Grant

BerlinDie Weltgesundheitsorganisation WHO warnt davor, dass sinkende Temperaturen in den kommenden Wochen und Monaten für steigende Infektionszahlen mit Corona sorgen werden. Das liege daran, dass sich dann wieder mehr Menschen in geschlossenen Räumen statt draußen aufhalten, sagte eine WHO-Sprecherin der dpa am Montag. Ob und wann es in welchen Ländern zu einem neuen Anstieg von Infektionen oder einer zweiten Welle komme, sei aber noch nicht vorherzusagen.

Man wisse, dass das Virus „sich draußen weniger effektiv verbreitet als in geschlossenen Räumen, dass gut gelüftete Räume weniger Risiko bergen als schlecht gelüftete und dass das Abstand Halten ebenfalls eine Rolle spielt“, sagte die Sprecherin weiter. Auch Umweltbedingungen wie „Luftfeuchtigkeit, Temperaturen und UV-Strahlung“ dürften  eine – wenn auch begrenzte – Rolle spielen.

Die wirklichen Übertragungsraten hingen aber vom Verhalten der Menschen und den geltenden Schutzmaßnahmen ab, mit denen das Risiko von Covid-19-Infektionen eingedämmt werden könnten. Es könne nötig sein, „bereits aufgehobene Maßnahmen vorübergehend erneut zu verhängen“, schreibt die dpa weiter.

„Wir können keine Vorhersagen machen, wann die Pandemie weltweit oder in einem bestimmten Land ihren Höhepunkt erreicht, oder wo und wann wir mit neuen Höhepunkten oder Wellen von Fällen rechnen müssen“, sagte die Sprecherin. Das Risiko eines Wiederaufflammens der Krankheit bestehe in jedem Land. „Mit der Pandemie umzugehen ist ein Marathon, kein Sprint.“