Immer wieder gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand von Waldimir Putin. Ein Bericht der französischen Zeitung Paris Match nährt nun den Verdacht, dass der russische Präsident schwer erkrankt ist. Zumindest scheint er um jeden Preis verhindern zu wollen, dass jemand weiß, was in seinem Körper vor sich geht. Die beiden Enthüllungsjournalisten Regis Gente und Michail Rubin haben Informationen erhalten, die belegen würden, dass Putins Leibwächter die Fäkalien des Kreml-Chefs einsammeln und fein säuberlich verpacken. Auch das Nachrichtenportal Business Insider berichtete.

Nach Angaben von Gente und Rubin legt ein Agent des Föderalen Schutzdienst (FSO) bei Auslandsreisen Putins Exkremente in ein spezielles Paket, damit diese in einem Koffer nach Russland zurückgebracht werden können. Putin wolle so angeblich verhindern, dass ausländische Spione Informationen über seinen Gesundheitszustand erhalten. Was so bizarr klingt, ist in der Welt der Geheimdienste gar nicht so ungewöhnlich.

In einem anderen Fall von Kot-Spionage hatten britische Spione bereits im Kalten Krieg gezielt verschmutztes Toilettenpapier durchsucht, das von den sowjetischen Truppen in Ostdeutschland während des Kalten Krieges untersucht wurde, wie der britische Militärexperte Tony Geraghty berichtet. „Menschliche Fäkalien zu untersuchen, war eine hilfreiche Technik, die manchmal wertvolle Informationen lieferte“, schrieb Geraghty.

Männer in Anzügen begleiten Putin mit auf die Toilette

Dieses ungewöhnliche Vorgehen hat wohl bei Putin vor allem ein Ziel, vermuten die französischen Journalisten: Es soll das Risiko verringern, dass ausländische Geheimdienste über die DNA des 69-Jährigen Informationen über Putins Gesundheitszustand erfahren.

Zwei dokumentierte Fälle aus der Vergangenheit würden belegen, dass Putins Toilettengänge unter scharfer Bewachung stattfinden. Der eine stamme von einem Besuch Frankreichs Ende Mai 2017, der andere von einer Reise nach Saudi-Arabien im Oktober 2019. Ein Video von der Frankreich-Reise zeige demnach sechs Männer in Anzügen, die Putin in ein Badezimmer begleiten. Einer von ihnen verließ die Toilette kurz darauf mit einer kleinen Aktentasche. Unklar ist weiterhin, was die Tasche enthielt.

Putin verwendet angeblich immer dasselbe „Dixi-Klo“

Die Journalistin Farida Rustamova scheint die Berichte aus Frankreich und Saudi-Arabien zu bestätigen. Auf Twitter teilte sie am Freitag mit, dass es bei Putins Besuch in einem Wiener Museum zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sei. Angestellte des Museums hätten verraten, dass sie eine spezielle private Toilette außerhalb des Museums einrichten mussten, die Putin benutzen konnte, wenn er musste. Außerdem hieß es: Putin würde auf Reisen und an Bord seines Flugzeugs immer dasselbe „Dixi-Klo“ benutzen.

Auch andere Staatschefs sind äußerst vorsichtig, wenn es um ihre DNA geht. Anfang Februar lehnte der französische Präsident Emmanuel Macron ein Ersuchen des Kremls ab, vor einem persönlichen Treffen mit Putin einen russischen Corona-Test zu machen. Macron befürchtete, dass dieser zur Analyse seiner DNA verwendet werden könnte, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.