Berlin - In Berlin ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gestiegen. Am Montag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 7,3. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb von sieben Tagen neu infizierten. Am Sonntag wurde die Inzidenz für Berlin noch mit 6,2 angegeben.

Die Statistik weist demnach 267 Neuinfektionen auf. Neue Todesfälle registrierte das RKI nicht. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie 3564 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit dem Virus.

Am Sonntag war in Berlin die zweite Corona-Warnampel von Grün auf Orange gesprungen. Die Reproduktionsrate (R-Wert), die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt, lag am vierten Tag in Folge über 1. Am Sonntag wurde der R-Wert im jüngsten Berliner Lagebericht mit 1,23 ausgewiesen. Ab Werten über 1 kann die Pandemie deutlich schwerer eingedämmt werden. Neuere Angaben lagen am Montagmorgen dazu noch nicht vor.

Als Grund für den Anstieg gilt bundesweit die Ausbreitung der ansteckenderen Virusvariante Delta, die nun auch in Berlin das Infektionsgeschehen dominiert.

Bisher haben rund 40 Prozent der Menschen in Berlin eine vollständige Impfung bekommen. Nötig sind nach der jüngsten Einschätzung des RKI Impfquoten von 85 Prozent bei den 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent bei Menschen ab 60 Jahren.