WienDie Redaktion der österreichischen Wochenzeitung Falter, deren Büro sich in der Nähe des Anschlagsorts befindet, hat in einer Rekonstruktion der Tatnacht ihre Erlebnisse beschrieben. Geschrieben haben die Redakteurin Eva Konzett, der Redakteur Lukas Matzinger sowie Chefredakteur Florian Klenk. 

In dem Artikel heißt es, die Polizei habe mit Helmen, schusssicheren Westen, Hubschraubern und zivilen Einsatzkommandos  den Bezirk durchkämmt. Es sei wie bei einem Häuserkampf gewesen. „Sieben verschiedene Polizisten werden an diesem Abend schießen“, so die Redakteure.

Vieles spreche dafür, dass der Täter sein Anschlagsziel bewusst auswählte. Die Journalisten schreiben: „In derselben Seitenstettengasse hatte ein palästinensisches Terrorkommando 1981 die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde Wiens gestürmt und zwei Menschen getötet. Kujtim F. könnte diesen Terrorakt zitiert haben, um dann im Bermudadreieck ein Blutbad vor den Überwachungskameras der Kultusgemeinde anzurichten.“

Dass sich solch ein Anschlag in Wien ereignen könnte, damit haben auch die Falter-Journalisten nicht gerechnet, schreiben sie.