Stockholm - Gunilla Bergström machte in ihren Büchern benachteiligten Kindern zu Helden. Berühmt wurde sie mit der 26-bändigen Buchreihe „Willi Wiberg“, die in mehr als 35 Sprachen übersetzt wurde. Nun ist die schwedische Kinderbuchautorin im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilte ihr schwedischer Verlag am Donnerstag mit. 

Vor fast 50 Jahren hatte Bergström die Figur „Willi Wiberg“ geschaffen. Ein Junge, der mit seinem Vater alleine in einer Wohnung lebt. Wer Willis Mutter ist, ist unbekannt. Das darf sich jede und jeder selbst ausdenken, sagte Bergström in mehreren Interviews. Ihre Geschichten erzählen oft von den alltäglichen Problemen vieler Kinder - zum Beispiel der Angst vor Gespenstern oder dem Gefühl, nicht einschlafen zu können. Auch als Zeichentrickserie feierte „Willi Wiberg“ große Erfolge im Fernsehen.

„Sie wollte nie eine Märchentante sein“, heißt es auf der Webseite des Verlages. „Sie hat sich mehr dafür interessiert, was im Inneren passiert, wenn man jemanden schlägt, der kleiner ist, wenn man seinen besten Freund im Stich lässt oder einsam ist.“ Willi Wiberg heißt im schwedischen Original Alfons Åberg.