Polizisten haben die Detmolder Straße in Wilmersdorf abgesperrt. Die Einsatzkräfte suchen nach den flüchtigen Tätern. 
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WilmersdorfAn der Detmolder Straße, Ecke Bundesplatz ist am Dienstagvormittag eine Filiale der Volksbank überfallen worden. Bei dem Überfall wurde auch geschossen. Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma wurde verletzt. Entgegen ersten Meldungen der Polizei handelt es sich bei dem Ziel des Überfalls nicht um einen Geldtransporter.

Polizisten haben nach Angaben eines Zeugen eine Waffe gesichert, die bei dem Überfall eingesetzt wurde.
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Die Täter waren mit einem weißen VW-Pritschenwagen gegen 9.30 Uhr in einen Durchgang zum Hinterhof des Gebäudes gefahren, in dem sich die Volksbank befindet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatten sie versucht, in die Bank einzudringen. Nach Informationen der Berliner Zeitung hatten die Räuber dafür einen langen Stahlträger an der Ladefläche festgeschweißt, der nach hinten etwa einen Meter herausragte. Mit diesem Rammbock wollten die Täter  im Rückwärtsgang ein hofseitiges Fenster aufbrechen. Jedoch wurden sie von einem Sicherheitsmann überrascht. Daraufhin wurden mehrere Schüsse abgefeuert, wobei der Wachmann an der Schulter getroffen wurde. 

Die Täter konnten nach Angaben der  kein Geld erbeuten. Sie setzten den Pritschenwagen in Brand, um ihre Spuren zu verwischen. Zeugen zufolge sollen sie über eine Mauer am Innenhof geklettert sein. Sie flüchteten zu Fuß in Richtung Autobahn 100. Dort sollen sie in ein dunkles Auto gestiegen sein und ihre Flucht in Richtung Norden fortgesetzt haben.  Das Tatfahrzeug ist in Berlin zugelassen. 

Mit diesem Pritschenwagen versuchten die Täter offenbar, über den Hof in die Volksbank-Filiale zu gelangen.
Foto: Eric Richard

Ein Augenzeuge berichtete der Berliner Zeitung, dass es einen lauten Knall, vermutlich eine Explosion, gegeben habe. Passanten hätten dann gerufen: „Da brennt ein Auto!“ Der Zeuge sei dann zur Pforte der dortigen Volksbank gelaufen. „Ein Mann und ich haben dann Feuerlöscher besorgt und gelöscht“, schilderte der Zeuge. Während der Brandbekämpfung seien dann Polizisten mit gezogenen Waffen auf sie zugekommen. „Wir haben uns noch gewundert, warum schwer bewaffnete Beamte hier auftauchen“, erzählte der Mann. Polizisten hätten dann von einem Überfall gesprochen.

Der angeschossene Wachmann kam in ein Krankenhaus. Laut Polizei ist die Verletzung nicht lebensbedrohlich. Die Suche nach den vermutlich drei Tätern läuft auf Hochtouren. 

Bereits Mitte Juni hatten vier maskierte Männer etwa um die gleiche Zeit vor der selben Volksbank-Filiale an der Detmolder Straße einen Geldboten  ausgeraubt. Sie hatten ihn hinter einem geparkten Auto aufgelauert und mit Reizgas attackiert. Die Täter erbeuteten einen Geldkoffer, der mit einer Farbpatrone gesichert war , die die Geldscheine unbrauchbar machte.