Berlin - Zwei maskierte Räuber sind am Dienstagmorgen in die Commerzbank-Filiale an der Blissestraße in Wilmersdorf eingedrungen. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, hatten die bewaffneten Eindringlinge gegen 7.20 Uhr die dortige Alarmanlange ausgelöst. Zeugen berichteten, dass die Täter daraufhin aus der Bank flüchteten und sich möglicherweise in dem Gebäude versteckten. Daraufhin durchsuchten Beamte eines Spezialeinsatzkommandos jeden Raum des mehrstöckigen Hauses. 

Nach Angaben der Polizei trugen die beiden Männer schwarze Skimasken. Unklar ist bisher, ob sie bei der Tat von einer Mitarbeiterin überrascht wurden oder ob sie die Frau vor Dienstantritt gezielt auflauerten. Laut ersten Erkenntnissen sollen sie die Bankangestellte im Tresorraum mit einer Pistole bedroht und Geld gefordert haben. Unklar war zunächst, ob sie auch Beute machten.

Da die Polizei nicht ausschließen konnte, dass sich die Täter noch in dem Haus aufhalten, wurden alle Ausgänge blockiert und der Tatort weiträumig abgesperrt.  Schwer bewaffnete SEK-Beamte untersuchten jeden Raum und jeden Winkel des Hauses, hieß es. Es kam aufgrund des Einsatzes in dem Bereich zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Gegen 11 Uhr wurden die Absperrungen aufgehoben. Das SEK konnte keine Verdächtigen aufspüren, sie waren laut Polizei bereits geflüchtet.

Die Polizei versucht nun herauszufinden, wie sich die Räuber Zugang zu der Bank verschafften. „Die Kollegen machen Fotos. Die Untersuchungen laufen noch“, erklärte ein Polizeisprecher. Ermittler befragen zudem Zeugen, um genauere Personenbeschreibungen von den Tätern zu erhalten. 

Vor der Bank war es im Sommer 2020 bereits zu einem Überfall auf einem Geldtransporter gekommen. Die Täter konnten damals mit einer Geldkassette flüchten.