Berlin - Der starke Wintereinbruch Anfang Februar hat bei der Deutschen Bahn zu Umsatzverlusten in Höhe von 67 Millionen Euro geführt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Wie hoch der Schaden durch Schnee und Eis für private Bahnunternehmen war, konnte das Bundesverkehrsministerium nicht beziffern. Wegen der Folgen des Sturms Tristan fielen den Angaben zufolge bundesweit im Zusammenhang mit Schneefällen und Kälte rund 30.000 Zugfahrten komplett oder teilweise aus. Zuvor hatte die Rheinische Post (Samstag) berichtet.

„Die Schneeräumungsstrategie der Deutschen Bahn AG braucht dringend ein umfassendes Update“, sagte Herbst. Mehrere Eisenbahnunternehmen hätten eklatante Mängel beim Infrastrukturbetreiber DB Netz beklagt. „Fehlende Beräumungstechnik, eingefrorene Weichen, nicht erreichbare Notzentrale und zu wenig Personal. Das DB-Management muss alles daran setzen, dass sich ein ähnliches Schneechaos im nächsten Winter nicht wiederholt“, sagte Herbst.