Düsseldorf - Der Wintereinbruch in Teilen Deutschlands hat bei der Bahn in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu Problemen im Regionalverkehr geführt. In NRW ist vor allem das Ruhrgebiet betroffen. An mehreren Stellen seien Oberleitungen beschädigt worden, sagte eine Bahn-Sprecherin im Sonntagmorgen. Das betreffe etwa die wichtige Strecke zwischen Duisburg und Essen. Auch die Regionalbahnen zwischen Münster und Recklinghausen und die S-Bahnen zwischen Dortmund und Hagen konnten wegen einer Oberleitungsstörung nicht mehr fahren oder mussten umgeleitet werden.

Die private Eurobahn meldete wegen des Wintereinbruchs ebenfalls mehrere Zugausfälle vor allem rund um Münster, Bielefeld und Paderborn.

Auch im niedersächsischen Regionalverkehr fallen Aufgrund von Schnee und Kälte am Sonntagvormittag viele Züge aus. So soll unter anderem der gesamte S-Bahn-Verkehr in Hannover bis etwa 10 Uhr stillstehen, teilte die Deutsche Bahn mit. Auch der Verkehr im Harz-Weser-Netz falle voraussichtlich am Vormittag aus. Betroffen seien unter anderem Züge mit Halt in Braunschweig, Göttingen, Nordhausen, Bad Harzburg oder Salzgitter-Lebenstedt.

Bereits in der Nacht hatte es mehrere Zugausfälle bei der Deutschen Bahn gegeben. Betroffen waren Verbindungen von und nach Hameln, Hildesheim, Nienburg und Celle. Schon im Vorfeld hatte die Deutsche Bahn witterungsbedingt mehrere Fernverbindungen im Norden Deutschlands abgesagt, unter anderem auch die Intercitys von Bremen nach Norddeich Mole.

Auch bei der NordWestBahn fielen am Sonntagmorgen wetterbedingt die Verbindungen zwischen Osnabrück und Wilhelmshaven aus. Aufgrund von eingefrorenen Weichen kann die Metronom-Strecke zwischen Hannover und Göttingen am Sonntagmorgen nicht befahren werden. Beim Bahnunternehmen Erixx fällt zunächst die Verbindung zwischen Bad Harzburg und Hannover über Goslar aus.