Auf den Hängen des Berges Moleson ist Neuschnee zu sehen.
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BerlinEin Kälteeinbruch und Niederschläge haben in Österreich und der Schweiz stellenweise zu einem frühen Wintereinbruch geführt. In Montana im Wallis fielen 25 Zentimeter Schnee - ein Rekord, wie der Wetterdienst SRF Meteo am Sonnabend zusammen mit dem Foto eines Schneemanns twitterte. In Davos in Graubünden seien es 26 Zentimeter Schnee gewesen. Viele Straßen in den Bergen waren schneebedeckt und mehrere Pässe deshalb gesperrt, darunter der Große Sankt-Bernhard-Pass auf 2469 Meter, wo am vergangenen Wochenende noch 18 Grad gemessen wurden.

In Österreich reichte der Schnee am Sonnabend bis in viele Täler. Bei der Wetterstation Bischofshofen auf 550 Metern Höhe seien zwei Zentimeter Neuschnee gemessen worden, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). In Warth am Arlberg seien es auf 1487 Metern 25 Zentimeter Schnee gewesen. Am Feuerkogel im Salzkammergut auf 1618 Metern waren es 30 Zentimeter. Schnee auf 1000 Metern oder tiefer Ende September habe es zuletzt 2011 gegeben, sagte ein ZAMG-Klimatologe.

Schnee auf dem Feldberg und dem Fichtelberg

Im Hochschwarzwald fielen am Sonnabend die ersten Schneeflocken auf dem Feldberg, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Die Schneefallgrenze habe bei 1000 bis 1200 Metern gelegen. Von langer Dauer ist die Winterlandschaft dort aber nicht: Die dünne Schneeschicht soll spätestens am Sonntag wieder schmelzen.

Auch auf dem 1215 Meter hohen Fichtelberg im sächsischen Erzgebirge wurde es weiß. „Die Station hat am Morgen Schneefall gemeldet“, sagte ein DWD-Sprecher. Auf dem relativ warmen Boden und bei einer Lufttemperatur von 0,5 Grad blieb aber auch dort nur wenig Schnee liegen.

Als etwas beständiger dürfte sich die weiße Pracht auf Deutschlands höchstem Berg erweisen. „Auf der Zugspitze gab es in den letzten 24 Stunden etwa 55 Zentimeter Neuschnee“, hieß es vom Wetterdienst. Damit liegen auf dem Berg (2962 Meter) den Angaben zufolge etwa 70 Zentimeter Schnee.

Deutschlandweit bleibt es wohl auch am Sonntag meist bedeckt - bei Höchsttemperaturen von 8 bis 15 Grad, im Norden sind auch 19 Grad möglich. Auch am Montag dürfte es weiter ungemütlich und teils nass werden. In Berlin und Brandenburg bleibt es laut dem DWD bewölkt, im Norden Brandenburgs kann es leichten Regen geben. Am Dienstag soll es zumindest trocken bleiben. Zum Donnerstag könnten die Temperaturen in Berlin und Brandenburg auf knapp unter 20 Grad steigen.