BerlinBerechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin zufolge dürften unter anderem die Corona-Maßnahmen im vierten Quartal zu einer um 19 Milliarden Euro geringeren Wirtschaftsleistung in Deutschland führen. Die rasant steigenden Infektionszahlen verunsichern laut dem DIW zudem Verbraucher und Unternehmen.

Die Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt zum Jahresende um voraussichtlich ein Prozent schrumpfen wird. Am stärksten betroffen sind demnach konsumorientierte Dienstleistungsbereiche wie etwa das Gastgewerbe oder die Kultur- und Veranstaltungsszene. Die Industrie hingegen dürfte weniger stark in Mitleidenschaft gezogen werden als im ersten Halbjahr.

Die Arbeitslosigkeit wird laut dem DIW im Vergleich zum Frühjahr wohl nur moderat, um etwa 50.000 Personen, zunehmen. 400.000 Beschäftigte zusätzlich werden nach den Berechnungen voraussichtlich in Kurzarbeit geschickt.

Für das berechnete Szenario wurde angenommen, dass die Pandemie durch die erneuten Restriktionen schnell und dauerhaft begrenzt werden kann. Gelingt dies, könne die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder wachsen, so die Wirtschaftsforscher. Ansonsten könne der wirtschaftliche Schaden deutlich größer ausfallen.