Der Weihnachtsmarkt in Potsdam.
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PotsdamWie in Berlin wird auch in Brandenburg das Verbot von Großveranstaltungen bis zum Jahresende verlängert. Es sei aber auch möglich, dass sich der Zeitraum weiter verlängere, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag. Weihnachtsmärkte wiederum seien mit strengen Corona-Konzepten denkbar – „allerdings nicht mit einer Truppe, die drei Stunden lang Glühwein trinkt“, sagte er. Voraussetzung sei, dass mit den Gesundheitsämtern entsprechende Konzepte erarbeitet werden.

„Wenn auch nicht so sehr in Brandenburg, aber in Deutschland haben wir ein Infektionsgeschehen, das besorgniserregend ist“, stellte der Regierungschef fest. Dies bereite große Sorge, weil dies schon im Sommer geschehe und die Menschen viel draußen seien. „Deswegen ist nicht die Zeit, über weitere große Lockerungen nachzudenken.“

Auch in Brandenburg soll es künftig ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht geben. Seine Einführung hätten die Regierungschefs der Länder in ihrer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Lage in der Corona-Pandemie vereinbart, sagte Woidke. Die Maßnahme sei notwendig, weil Menschen, die gegen diese Pflicht verstießen, die Gesundheit anderer gefährdeten.

„Dieses Bußgeld wird im öffentlichen Nahverkehr gelten, in Supermärkten, Restaurants und anderen öffentlichen Orten, wo Maskenpflicht herrscht“, erläuterte Woidke. „Aber es wird nicht in Schulen gelten“ – denn Schulen seien keine öffentlichen Räume. Die entsprechenden Änderungen der Brandenburger Eindämmungsverordnung gegen das Coronavirus sollen am kommenden Dienstag im Kabinett beschlossen werden und könnten am 5. September in Kraft treten.