Oslo ist 2022 die Stadt mit der besten Work-Life-Balance. Dies geht aus einer aktuellen Studie von Ksi – einem Technologieunternehmen – hervor. Die Studienautoren untersuchten Faktoren wie Arbeitsintensität und Lebensqualität in der Stadt sowie hochwertige Gesundheitsversorgung, erschwingliche Lebenshaltungskosten und ausreichend Freizeit. Auch die Corona-Pandemie und die Folgen des Ukraine-Krieges spielten eine Rolle bei der Bewertung. Wie schon in den Jahren 2021 und 2019 analysierte Ksi Städte, die für ihre Beschäftigungsmöglichkeiten bekannt sind.

Die Städte mit der am meisten überarbeiteten Bevölkerung sind Dubai (Platz 1), Hongkong (Platz 2), Kuala Lumpur (Platz 3), Singapur (Platz 4) und Montevideo (Platz 5). Die Städte auf den vorderen Rängen hätten eine „konstruktive Sozialpolitik“. Diese und städtische Infrastruktur förderten „direkt und indirekt“  eine „gesunde Work-Life-Balance für ihre Bürger“, heißt es in der Studie.

Studie: Wer unter Burn-out leidet, sollte nach Amsterdam ziehen

Doch auf welchem Platz liegt Berlin? Die deutsche Hauptstadt liegt im oberen Mittelfeld des Work-Life-Balance-Rankings (Platz 22), hat sich aber verschlechtert: 2021 war sie noch auf Platz 17 zu finden. Nun steht Berlin fünf Plätze schlechter in dem Ranking da. „Auf den anhaltenden Stress und die durch die Pandemie verursachten Störungen folgte ein Krieg in der Ukraine, der zu einer globalen Instabilität beiträgt, die noch Jahre zu spüren sein wird“, sagt Bernhard Mehl, Chief Executive Officer von Kisi gegenüber Bloomberg.

Ausgebrannte Arbeitnehmer sollten ihm und seinen Kollegen zufolge nach Amsterdam, Buenos Aires oder Sydney ziehen, wo weniger als 10 Prozent der Bevölkerung überarbeitet sind. Auf Platz 2 der Städte mit der besten Work-Life-Balance landete jedoch Bern. Auf Platz 3 hat es Helsinki geschafft, auf Platz 4 Zürich und auf Platz 5 Kopenhagen.

Ksi untersuchte die Städte hinsichtlich folgender Kategorien:

  • Arbeitsintensität – samt Daten zu Überarbeitung, Urlaubsgeld, Anzahl der genommenen Urlaubstage, Prozentsatz der Inflation, Arbeitslosenzahlen und Elternzeit.
  • Die Rolle der Gesellschaft und der Institutionen bei der Betreuung der Stadtbewohner.
  • Die Faktoren im Zusammenhang mit der Wohnbarkeit – samt Erschwinglichkeit, Zufriedenheit, Zugang zu Kultur- und Freizeitaktivitäten, Anzahl der Außenräume und Luftqualität.