Den Deutschen fehlen am Monatsende 177 Euro im Geldbeutel

Globale Krisen und steigende Preise machen sich bei immer mehr Menschen im Portemonnaie bemerkbar. Mehr als jeder Dritte befürchtet laut einer Umfrage, dass er auch langfristig finanzielle Schwierigkeiten haben könnte.

Insbesondere beim Lebensmitteleinkauf wollen viele Deutsche künftig sparen (Symbolbild).
Insbesondere beim Lebensmitteleinkauf wollen viele Deutsche künftig sparen (Symbolbild).dpa/Fabian Sommer

Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland kommt aufgrund gestiegener Preise mit ihrem Geld nicht mehr aus. Wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ergab, verzeichneten rund 70 Prozent der Deutschen am Ende des Monats eine Lücke im Portemonnaie. Grund sind vor allem die stetig steigenden Lebenshaltungskosten.

Durchschnittlich fehlten den Befragten rund 177 Euro am Monatsende. Bei sechs Prozent waren es sogar über 500 Euro. Angesichts der weiter anziehenden Inflation – im August war diese wieder auf 7,9 Prozent geklettert – wollen drei Viertel der Deutschen künftig sparsamer mit ihrem Geld umgehen. Mehr als jeder Dritte befürchtet, dass es auch langfristig zu finanziellen Engpässen kommen könnte.

Inflation: Für viele fällt der Urlaub weg

Bezüglich konkreter Sparmaßnahmen gaben neun von zehn Menschen an, sparsamer Einkaufen zu wollen – Eigenmarken vom Discounter, statt teurer Markenprodukte. Auch habe für jeden Fünften der diesjährige Urlaub als besonders teure Anschaffung wegfallen müssen.

Doch auch wenn sich viele Menschen im krisengebeutelten Jahr 2022 zu besonderer Sparsamkeit bekannt haben, gibt es einen Bereich, in dem diese noch nicht angekommen ist. Auf das Auto als Fortbewegungsmittel konnten oder wollten trotz des 9-Euro-Tickets nur etwa elf Prozent der Befragten verzichten. Durchgeführt wurde die Umfrage vom 19. bis zum 22. August 2022.