Berlin - In Berlin sind mittlerweile 18 Affenpocken-Fälle bestätigt worden. Zudem gebe es sieben weitere Verdachtsfälle, teilte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Dienstag nach der Senatssitzung mit. Fünf Betroffene seien stationär aufgenommen worden, dabei handele es sich ausschließlich um Männer. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der gemeldeten Fälle am Dienstag mit 33 an, nach 21 am Montag.

Das Affenpocken-Virus werde durch engen Körperkontakt und insbesondere über die Schleimhäute übertragen, erläuterte Gote. „Da unterscheidet das Virus überhaupt nicht nach sexueller Orientierung.“ Das Virus sei nicht vergleichbar mit dem Coronavirus, unter anderem nicht so ansteckend. Gleichwohl sei es wichtig, das Ganze ernst zu nehmen und bei Symptomen oder ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen. Das gelte wegen der Verfolgung von Infektionsketten auch für Kontaktpersonen von Infizierten.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Die Symptome verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.