Berlin - Die Zahl der Ausländer in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sie sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 204.000 auf rund 11,4 Millionen. Der Zuwachs fiel damit geringer aus als in den Vorjahren. Laut Statistischem Bundesamt war die Steigerungsrate die niedrigste der vergangenen zehn Jahre.

Grund war eine sinkende Nettozuwanderung. Im Jahr 2020 wanderten 262.000 mehr Ausländer ein als aus, wie Auswertungen der Daten des Ausländerzentralregisters ergaben. 2019 hatte die Differenz noch bei plus 377.000 gelegen. Insbesondere die Zuwanderung von Ausländern aus Drittstaaten außerhalb der EU ging stark zurück, die Nettozuwanderung schrumpfte im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 157.000. Die Nettozuwanderung aus der EU blieb etwa konstant.