Mayfield - Zwei Tage nach der Tornado-Katastrophe in den USA haben die Behörden in Kentucky 64 Todesopfer offiziell bestätigt. Wie der Gouverneur des schwer getroffenen Bundesstaats, Andy Beshear, am Montag sagte, wird die Opferzahl aber „zweifellos“ noch steigen. „Wir gehen davon aus, dass es sicherlich über 70 sein werden, vielleicht sogar 80“, sagte Beshear, der zuvor eine vorläufige Zahl von mindestens 80 Todesopfern angegeben hatte.

Mindestens 14 weitere Menschen kamen in anderen Bundesstaaten ums Leben, die Gesamtzahl der Toten lag am Montag also bei 78.

Sechs weitere US-Bundesstaaten betroffen

In der Nacht zum Samstag waren mehrere gewaltige Tornados durch sechs Bundesstaaten im Südosten und im Zentrum der USA gezogen. Neben Kentucky sind auch Arkansas, Illinois, Missouri, Mississippi und Tennessee betroffen.

Allein in Kentucky galten am Montag noch mehr als hundert Menschen als vermisst. Obwohl es kaum noch Hoffnung gab, noch weitere Überlebende zu finden, durchsuchten Rettungskräfte weiter die Trümmer Tausender Wohnhäuser und anderer Gebäude.

Die Kleinstadt Mayfield in Kentucky wurde von einem besonders heftigen Luftwirbel in Trümmer gelegt. Beshear sprach am Montag aber von einem „Licht der Hoffnung“ in der Stadt: In einer eingestürzten Kerzenfabrik, in der zum Zeitpunkt des Unglücks rund 110 Menschen gearbeitet hatten, seien offenbar viel weniger Menschen ums Leben gekommen als befürchtet. Die Fabrikbesitzer hätten zuletzt acht Tote und acht Vermisste gemeldet. 94 Menschen hätten überlebt und ihr Verbleib sei geklärt, sagte Beshear.