AnkaraNach dem schweren Erdbeben in der Ägäis vom Freitag ist die Zahl der Todesopfer in der Türkei auf 100 gestiegen. Knapp 150 Verletzte würden noch in Krankenhäusern behandelt, meldete die türkische Katastrophenschutzbehörde am Dienstag. Insgesamt wurden bei dem Beben der Stärke 7 fast 1000 Menschen verletzt.

Trotz schwindender Hoffnungen setzten die türkischen Bergungsmannschaften auch am Dienstag ihre Suche nach Überlebenden fort. Die Rettungskräfte suchten unter anderem in den Trümmern von fünf eingestürzten Gebäuden der Provinz Izmir nach weiteren Opfern.

Die Suche hatte in einem Fall Erfolg: 91 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis haben Rettungsmannschaften ein vierjähriges Mädchen aus den Trümmern lebend geborgen. Das teilte der Bürgermeister der zweitgrößten türkischen Stadt, Tunc Soyer, mit. Bereits am Vortag waren eine Dreijährige und eine 14-Jährige lebend gefunden worden.

Dutzende Gebäude wurden durch das Erdbeben zerstört. Mehr als 5000 Menschen sind obdachlos und mussten die vierte Nacht in Folge in Zelten verbringen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurde die Region bis Dienstag von mehr als 1460 Nachbeben erschüttert, darunter 44 mit einer Stärke von über 4.

Bei dem Erdbeben waren außerdem auf der griechischen Insel Samos zwei Jugendliche von einer einstürzenden Mauer erschlagen worden.