Berlin - Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die in Einsätzen psychisch erkrankt sind und ärztlich behandelt werden müssen, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Sie stieg von 784 im Jahr 2017 auf 1116 im vergangenen Jahr. Das geht aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer hervor, über die die Rheinische Post (Sonnabend) berichtet. Sie liegt auch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

Auch die Zahl der Neuerkrankungen ist gestiegen – von 274 (2017) auf 301 im vergangenen Jahr. Bei den Zahlen handelt es sich um Soldaten, die wegen einer einsatzbedingten psychischen Störung in einer psychiatrischen Abteilung oder psychiatrischen Fachärztlichen Untersuchungsstelle untersucht, behandelt oder begutachtet wurden.

„Unsere Soldaten verdienen die bestmögliche Gesundheitsversorgung. Doch noch immer fehlt es bei der Bundeswehr an einer umfassenden Strategie zur Prävention und Behandlung einsatzbedingter psychischer Erkrankungen“, kommentierte Springer die Zahlen. „Ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz wäre allerdings auch, unsere Soldaten gar nicht erst in völlig aussichtslose Einsätze wie Afghanistan zu schicken.“