Berlin - Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ZDF hat die sich in der Vergangenheit als islamistische Aktivistin zu erkennen gebende Autorin Feyza-Yasmin Ayhan engagiert. Wie Welt berichtet, soll die Berlinerin Ayhan künftig als Autorin in einem Team für das Format „Barrys Barbershop“ zuständig sein.

Ayhan, die öffentlich unter dem Künstlernamen Yasmin Poesy auftritt, soll dem Bericht zufolge in sozialen Netzwerken eine antisemitische Karikatur, die Juden mit Hakennase zeigt, verbreitet haben. Dafür soll sich Ayhan allerdings bereits entschuldigt haben. Ayhan soll zudem einer Veranstaltung der Hamas-nahen Deutschen Jugend beigewohnt und sich dort das Ende des Staates Israel gewünscht haben.

Feyza-Yasmin Ayhan

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Feyza-Yasmin Ayhan alias Yasmin Poesy: Israelische Soldaten sind Terroristen

Ayhan sagte demnach: „Das, was Israel in Palästina vernichtet hat, wird nicht sterben, und das, was Israel in Palästina errichtet hat, wird keine Sekunde leben.“ Die Poetry-Slammerin soll zudem auf Instagram unter anderem die Soldaten der israelischen Armee des Terrorismus bezichtigt haben.

Ayhan hat einem Bericht von Bild zufolge im Zuge der Anti-Israel-Demonstrationen im Mai von einer „krank großen Lobby“, über die der jüdische Staat verfüge, gesprochen. Das ZDF äußerte sich zu den Beschuldigungen gegenüber Ayhan offenbar wie folgt: „Grundsätzlich gilt: Alle vom ZDF beauftragten Produktionen werden redaktionell geprüft und inhaltlich abgenommen.“

Das Engagement Ayhans kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kritik an öffentlich-rechtlichen Sendern für ihre Personal-Auswahl noch nicht abgeklungen ist: Die Moderatorin Nemi El-Hassan hatte ursprünglich die WDR-Sendung „Quarks“ moderieren sollen. Nach Antisemitismusvorwürfen gegen El-Hassan machte der Sender im September jedoch einen Rückzieher.