Die Macher des ZDF Magazins Royale um Showmaster und Satiriker Jan Böhmermann haben Post von der Polizei bekommen. Kurz vor der Ausstrahlung der kommenden Sendung am Freitag veröffentlichte Böhmermann auf Twitter ein Schreiben des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, adressiert an das Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld GmbH, der Produktionsfirma des ZDF Magazins Royale in Köln. 

In dem Schreiben bitten die Beamten im Zusammenhang mit einer Straftat/Ordnungswidrigkeit um eine Zeugenanhörung. Nur die erste Seite des Briefs veröffentliche Böhmermann auf Twitter, einiges ist geschwärzt. Zu lesen sind Rechtsbelehrungen und dass unter anderem dem Verlobten und dem Ehegatten des Beschuldigten das Zeugnisverweigungsrecht zusteht. Ob es sich bei dem Empfänger um Böhmermann selbst handelt, ist unklar. Auch über den oder die Beschuldigte taucht auf der ersten Seite nichts auf. Der Satiriker schreibt nur, dass die Zeugenanhörung mit seiner nächsten Sendung am Freitag und möglicherweise mit einer „Polizeikontrolle“ zu tun hat.

Böhmermann und das Team seiner Sendung sind zuletzt immer wieder mit investigativen Recherchen aufgefallen. Zuletzt deckten die Macher des ZDF Magazins Royale Missstände auf, wie beispielsweise die Maskendeals des Youtubers Fynn Kliemann. Kliemann soll Corona-Masken günstig eingekauft haben, die in Bangladesch und Vietnam produziert wurden. Beim Verkauf soll er später angegeben haben, die Masken kämen aus Produktionshallen in Europa. Kliemann wird vorgeworfen, dadurch Gewinn gemacht zu haben.