Zentralrat der Juden fordert von Adidas Trennung von Kanye West

Nach den antisemitischen Äußerungen des US-Rappers werden Konsequenzen gefordert. Einige Unternehmen hätten sich bereits von ihm getrennt. Folgen weitere? 

US-Rapper Kanye West soll sich mehrmals antisemitisch geäußert haben. 
US-Rapper Kanye West soll sich mehrmals antisemitisch geäußert haben. dpa/Evan Agostini

Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt vom Sportartikel-Hersteller Adidas, die Geschäftsbeziehung mit Kanye West wegen wiederholter antisemitischer Äußerungen des Musikers sofort zu beenden. „Die täglich neuen antisemitischen Entgleisungen des Rappers sind für die Jüdinnen und Juden in Deutschland und in aller Welt unerträglich“, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Deswegen müsse Adidas „seine Zusammenarbeit mit Kanye West umgehend einstellen“, fügte Schuster hinzu.

Der Präsident des Zentralrats forderte vom Adidas-Management „eine klare Haltung, wenn es um Antisemitismus geht“. Unternehmerische Interessen dürften dabei nicht im Vordergrund stehen, so Schuster.

Der Zentralratspräsident verwies außerdem auf andere Unternehmen, die sich von dem Rapper getrennt hätten. Dagegen habe der deutsche Sportartikel-Hersteller bisher nur eine Prüfung in Aussicht gestellt. Kanye West selbst werde mit den Worten zitiert: „Ich kann antisemitische Dinge sagen, und Adidas kann mich nicht fallen lassen.“ In einem Video habe der Rapper „wiederholt über die vermeintliche Macht der ‚jüdischen Medien‘ gesprochen“, hieß es.